Die Sonne übt insbesondere mit ihrer ultravioletten und ultraroten Strahlung einen regulierenden und normalisierenden Einfluss bei verschiedenen Regulationsstörungen aus. Bei kurmäßig angewendeter Besonnung treten zunächst Anzeichen einer Reizphase des sympathischen Nervensystems auf, die einhergeht mit einer Steigerung des Blutdrucks, des Pulses und der Atemzahl pro Minute, ferner mit einer Erhöhung des Grundumsatzes und des Sauerstoffverbrauches. Diese im Anfang der Besonnung auftretenden Reizphase ist der Grund, weshalb sich viele Menschen mit Schilddrüsen-Überfunktion im See- oder Hochgebirgsklima oder nach Sonnenstrahlung im Flachland zunächst schlecht fühlen. Diese Primärreaktion geht aber allmählich in die Sekundärreaktion über, bei der sich ein Absinken des Blutdruckes, der Puls- und Atemfrequenz, eine Herabsetzung des Grundumsatzes sowie des Sauerstoffverbrauchs feststellen lässt. Diese Sekundärphase stellt eine erwünschte Heilphase dar, wodurch zugleich auch die Kreislauffunktionen „wirtschaftlicher“ werden.

Die bei vielen Menschen – und sogar bei Tieren zu beobachtende Winter-Depression verschwindet in der Regel sehr spontan oder tritt bei regelmäßiger Besonnung gar nicht erst auf.

Eine überraschende Wirkung hat das Sonnenbad auf das seelische Befinden. Eine individuelle und richtig dosierte Lichtbehandlung regt nicht nur die vitalen Funktionen des Organismus an, sondern ruft sehr bald ein ausgezeichnetes Wohlbefinden hervor.