Die Geschichte der Pferdefütterung

 

Das Pferd, der Dauerfresser!

 

Über den riesigen Zeitraum der Entwicklung von 60 Millionen Jahren waren die Pferde schon immer Dauerfresser.

Bis vor wenigen Jahren hat man dieser bedeutungsvollen Tatsache keine Bedeutung beigemessen, was teilweise zu erheblicher Beeinträchtigung (z.B. Koliken) führte.

Die modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse führten zu der geräteunterstützten Fütterung – der artgerechtesten Form der Ernährung.

Der Mensch ist 11 Mio. Jahre alt (wenn man die Primaten mit hinzurechnet) – viel älter ist das Pferd: 60 Mio. Jahre. Schon immer war das Pferd ein Dauerfresser, ob in der freien Natur oder auf den Weiden: die Pferde fressen fast ständig – dann stehen sie mal eine halbe Stunde und dösen und dann fressen sie weiter.

Mit Beginn der Domestizierung vor ca. 2000 Jahren, hat man die Pferde zunächst „um den Pflock“ fressen lassen und erst später in einen Pferch (Einhegung) gebracht. Mit der Aufstallung der Pferde kamen sie zunächst, und das über Jahrhunderte, in Ständer – eigentlich nur zur Futteraufnahme und zur Ruhe.

Als die Pferde im wahrsten Sinne des Wortes hart eingespannt wurden in Land- und Forstwirtschaft, musste man sie zusätzlich mit Kraftfutter versorgen. Dabei griff man auf das älteste Getreide der Welt zurück, die Gerste.

Um das Kraftfutter geben zu können, stellte man aus Ton längliche Tröge her, die an der Kopfseite der Ständer auf den Boden gestellt wurden – sicherlich für den fütternden Menschen beschwerlich, jedes Mal die Einstreu aus dem Trog zu wischen.

Ein weiterer Nachteil war es, dass die Pferde manchmal voll Ungeduld in die Tröge traten und diese zerbrachen. Dann hat man die Tröge hochgesetzt bis auf die Höhe des „menschlichen Fressverhaltens“ zwischen 90 cm und 110 cm. Sehr bald wurden dann diese Tröge immer schmaler und im Laufe der Zeit hat man auch verschiedene Formen entwickelt, wie Ecktröge usw.

Die Art der Fütterung war: täglich 3 x – auch wieder in Anpassung an den Menschen. War man längere Zeit nicht im Stall, hat man auch den Gespannen hölzerne Tröge an die Deichsel gebracht oder auch aus Tuch oder Leder gefertigte trogähnliche Gebilde mit einer Schlaufe über den Nacken gehängt.

In der Regel aber wurde 3 x täglich gefüttert über viele Jahrhunderte und in vielen Ställen bedauerlicherweise bis heute noch – das ist viel zu wenig.

Schon in früherer Zeit haben sich intelligente Menschen mit dieser seither nicht artgerechten Form der Fütterung befasst. So zum Beispiel der berühmte Reitlehrer Ludwig XIII., Antoine de Pluvinel, der 1572 damit begann, die Pferde 7 x am Tag füttern zu lassen – und das ist noch zu wenig.

 

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